Französisches

 

André und Magda Trocmé waren ein französisch-russisch-italienisches Ehepaar, das sich in New York kennengelernt hatte. Trotz des multikulturellen und internationalen Hintergrunds der beiden landete André als Pfarrer in der tiefsten französischen Provinz. Als deutsche Truppen Frankreich besetzt hielten, gab ihnen das die Gelegenheit, in dem unscheinbaren Luftkurort Chambon-sur-Lignon (Zentralmassiv) eine bedeutende Widerstandsarbeit zu leisten. Anders als die bewaffneten Résistance-Kämpfer lehnten die Trocmés jede Gewaltanwendung ab.



Von Liebe und Widerstand
gebunden, mit 33 s/w-Fotos und einer Karte, 240 Seiten, auch als
E-Book erhältlich
Neufeld Verlag



Herald Press

$16.99 USD


„ … Love in a Time of Hate tells the gripping tale of Magda and André Trocmé, the couple that transformed a small town in the mountains of southern France into a place of safety during the Holocaust. At great risk to their own lives, the Trocmés led efforts in Le Chambon-sur-Lignon to hide more than three thousand Jewish children and adults who were fleeing the Nazis. In this astonishing story of courage, romance, and resistance, learn what prompted André and Magda to risk everything for the sake of strangers who showed up at their door. Building on the story told in Lest Innocent Blood Be Shed, German journalist Hanna Schott portrays a vivid story of resisting evil and sheltering refugees with striking resonance for today.“





Engel singen nicht für Geld
gebunden, mit 6 Illustrationen von Anja Güthoff, 160 Seiten,
Neufeld Verlag










Wenn André Trocmé jedes Jahr neue Weihnachtsgeschichten schrieb und seiner Gemeinde erzählte, dann merkten alle sofort, dass es nicht (nur) um das erste Weihnachtsfest vor 2000 Jahren ging. War dieser Herodes nicht Hitler verdächtig ähnlich?

Ich habe seine Erzählungen übersetzt und mit Einleitungen versehen, die die „Kulisse“ der jeweiligen Geschichte vor Augen führen.


Dass die Geschehnisse von Le Chambon in einem Roman von Romain Gary eine Rolle spielen, habe ich erst vor kurzem entdeckt. Der einmal unter seinem eigenen Namen und einmal unter seinem Pseudonym Emile Ajar mit dem Prix Goncourt ausgezeichnete Autor erzählt in „Les cerfs-volants“ (deutsch: „Gedächtnis mit Flügeln“, leider nur noch antiquarisch erhältlich) die Geschichte einer Liebe zu Zeiten der deutschen Besatzung. Mit seinem besonderen Humor stellt Gary drei Männer vor, die auf ihre je eigene Weise gegen die Naziherrschaft protestieren: der eine, indem er Papierdrachen baut und steigen lässt, auf denen unzweifelhaft Figuren der französischen Geschichte zu erkennen sind (daher der Name des Romans), der Zweite, indem er ein Restaurant mit ausgezeichneter französischer Küche aufrechterhält, und der Dritte, der junge Ich-Erzähler, indem er sich im Widerstand engagiert und an seiner „unmöglichen“ Liebe zu einer Polin festhält.

Der letzte Satz des Romans lautet: Ich beende nun diese Geschichte, indem ich noch einmal den Namen des Pfarrers André Trocmé niederschreibe und den von Le Chambon-sur-Lignon, denn besser könnte man es nicht ausdrücken.


Im Verlag C.H.Beck ist ein neues, wichtiges und wie immer sehr schön gestaltetes Buch erschienen: „Gott will Taten sehen. Christlicher Widerstand gegen Hitler“. Anke Silomon und Margot Käßmann haben 56 Originalzeugnisse von Menschen im Widerstand versammelt und mit guten, knappen Einleitungen versehen, darunter auch Texte von Magda und André Trocmé. Mehr dazu unter www.chbeck.de.


 

Die Pforte des Pfarrhauses von Le Chambon war für unzählige Verfolgte das Tor zur Rettung.

André und Magda Trocmé mit ihren Kindern Jacques, Daniel, Jean-Pierre und Nelly (v.l.n.r.)